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Wassereintritt durchs Dach, Löcher in der Dachhaut? Dann ist es an der Zeit, das Dach abzudichten. Denn undichte Stellen am Dach führen zu Schimmel, Kälte oder Verschmutzungen im Innern des Gebäudes. Anzeichen für ein undichtes Dach sind feuchte Stellen, Flecken oder morsches Material. Wer an der Dachkonstruktion selbst oder an Wänden und Decke des obersten Vollgeschosses entsprechende Anzeichen erkennt, sollte sofort handeln. Dabei ist es wichtig, im Voraus zu entscheiden, ob die Reparaturen selbst vorgenommen werden können oder ob ein Dachdecker beauftragt werden muss.

Dachschaden: Kann Ich das selbst reparieren?

Die Entscheidung, Schäden am Dach selbst zu reparieren, sollte gut überlegt sein. Schnell kann durch fehlerhaft ausgeführte Arbeiten weiterer Schaden verursacht werden. Zudem sind einige Dächer schwieriger zu reparieren, als andere. Risse in der Dachpappe abdichten kann bei einem Flachdach noch verhältnismäßig einfach sein. Dachziegel, Dachpfannen oder Verschalungen auszutauschen und zu erneuern hingegen ist eine vollkommen andere Dimension. Bei Sturmschäden sollte das Gesamtschadensbild im Blick behalten werden. Bei zu vielen kleinen Schäden oder einer möglichen Beschädigung der Unterkonstruktion ist womöglich ein Spezialist die bessere Lösung.
Zudem spielt die Höhe eine wichtige Rolle – Arbeiten auf dem Dach sind nicht ungefährlich und sollten nur von erfahrenen Heim- und Handwerkern durchgeführt werden. Zu große Schäden lassen sich außerdem nur mit Spezialwerkzeug beseitigen. Und besonders bei Spitzdächern und Ziegeldächern ist das Arbeiten auf der Schräge oft eine Herausforderung, der nur wenige gewachsen sind. Deshalb gilt in allen Fällen: Sicherheit geht vor.

Die wichtigsten Sicherheitsregeln für Arbeiten auf dem Dach

Schäden am Dach sollten nur von erfahrenen Heimwerker oder einem Fachmann repariert werden. Wer selbst zu Zange, Bitumen und Mörtel greifen möchte, muss unbedingt auf die Sicherheit achten. Bevor das Dach betreten wird, ist es lebenswichtig die Trittsicherheit von Leitern, Gerüsten und Balken zu prüfen. Die Arbeiter sollten robuste Sicherheitsschuhe tragen, welche über eine rutschfeste Sohle sowie eine Stahleinlage verfügen. Am ehesten sind solche geeignet, die über eine Sicherheitsklassifizierung nach S3-Norm verfügen.
Besonders bei Dächern mit einer Neigung ist eine Absturzsicherung notwendig. Auch bei Flachdächern ist solch eine Sicherung, damit nichts passiert, sollte man doch einmal den Halt verlieren.
Nicht vergessen: Auch die Baustelle und das Equipment müssen abgesichert werden. Dazu gehören Werkzeuge und Materialien, welche festgebunden oder anderweitig fixiert werden müssen, sodass für Arbeiter oder vorbeilaufende Passanten kein Risiko besteht. Die Baustelle selbst sollte weiträumig abgesichert werden, am besten mit rot-weißen Bändern oder einem Absperrgitter, dass den Zutritt verwehrt.
Vorsicht: Sollte sich ein Unwetter abzeichnen, darf nicht auf dem Dach gearbeitet werden. Bei Regen, Wind oder Hagel empfiehlt es sich, die Arbeiten zu unterbrechen und die Materialien zu sichern.

Schäden am Dach reparieren: Das passende Werkzeug

Um Schäden am Dach zu reparieren, wird das passende Werkzeug benötigt. Heimwerker legen sich am besten Hammer, Maßband, Schrauben und Nägel sowie ein Gerät zum Tackern bereit. Ebenso Bohrmaschine, Schraubendreher und eine Wasserwaage, die aufzeigt, ob Dachpappe oder Ziegel korrekt verlegt wurden.
Ein genaues Arbeiten ist besonders wichtig. Schon ein kleiner Fehler kann schwerwiegende Folgen wie die Entstehung von Schimmel oder eine schlechtere Dämmqualität haben.
Soll die Dachpappe selbst abgedichtet werden, wird die passende Schutzkleidung benötigt. Zur Grundausstattung gehören Arbeitshose, Handschuhe und ein Schutzhelm. Zudem sollten auch Stahlkappenschuhe getragen werden. Schützen Sie auch ihre Augen mit einer Schutzbrille, die vor herunterfallendem Bauschutt oder Staub schützt. Um später überschüssige Dachpappe oder Bitumenstoff von der Haut zu entfernen, wird ein passendes Pflegemittel aus dem Fachhandel benötigt. Das passende Schweißgerät gibt es in Baumärkten und im Netz als Leihgerät.

Ein Handwerker entfernt einen defekten Dachziegel.

Die Reparatur von Gefälledächern ist gefährlicher, als eine Flachdachreparatur. In den meisten Fällen sollte die Reparatur durch einen Fachmann ausgeführt werden.

Dach abdichten: Austauschen von Dachziegeln

Ob durch Wettereinfluss, Hagel oder andere Einflüsse – immer wieder kommt es vor, dass einzelne Dachziegel beschädigt werden oder durch einen Sturm aus dem Verbund des Daches gelöst werden. Während größere Schäden meist durch einen Dachdecker beseitigt werden müssen, ist das einfache Austauschen einzelner Dachziegel besonders bei niedrigen Gebäuden mit nicht allzu steilen Dächern auch durch den geübten Heimwerker möglich. Dabei benötigt es kaum Werkzeug. Bei den häufigsten Arten von Dachziegeln, wie zum Beispiel der Frankfurter Pfanne oder bei Flachziegeln genügen einige Holzkeile, um den auszutauschenden Ziegel auszubauen. Um einen defekten Falzziegel zu lösen muss lediglich ein Keil unter den überlappenden und den darüber liegenden Ziegel geschoben werden. Dann kann der beschädigte Ziegel angehoben und herausgelöst werden. Bei Flachziegeln funktioniert dies anders: Hier müssen beide darüber liegende Ziegel mit Keilen angehoben würden. Das Wiedereinsetzen gelingt auf dieselbe Weise.

Tipp: Behalten Sie immer einige Dachpfannen als Reserve, um zu vermeiden, dass im Schadensfall keine Austauschmaterialien verfügbar sind. 

Dachreparatur mit Mörtel oder Bitumenmasse

Wenn sich die Schäden am Dach nicht durch den Austausch der Ziegel beheben lassen, kommt Mörtel zum Einsatz. Rissigen und wasserdurchlässigen Mörtel gilt es zu entfernen, anschließend kann an den entsprechenden Stellen frischer Mörtel aufgetragen werden. Hierbei darauf achten, auch die Ziegelränder optimal einzubetten.
Im Bereich der Rinnen können undichte Stellen auftreten. Es empfiehlt sich, die Schäden umgehend zu beseitigen, damit keine Feuchtigkeit unter das Dach gelangt. Hierzu genügt es, die Rinne zu entfernen und die betroffenen Stellen mit flüssiger Bitumenmasse zu bestreichen. Anschließend wird die „Dachwunde“ wieder geschlossen und die Fläche von außen mit Kleber oder Bitumen bestrichen.

Flachdach reparieren: Die Reparatur ist  abhängig von der Art der Dachpappe

Wenn Löcher oder Risse im Dach festgestellt werden und die Dachpappe neu verlegt werden soll, muss zunächst die Art der Dachpappe ermittelt werden. Je nachdem, um welche Dachpappen-Art es sich handelt, bieten sich unterschiedliche Abdichtungsmöglichkeiten an. Dachpappe, besandete oder Bitumenbahnen? Die Dachabdeckung sollte deshalb sorgfältig geprüft werden. Herkömmliche Das entscheidet über das weitere Vorgehen.
Kleine Beschädigungen lassen sich mitunter punktuell beheben, indem Bitumenmasse aufgetragen wird. Bitumenmasse lässt sich allerdings auch großzügig auftragen, wobei spezielle Dichtmittel zum Einsatz kommen.
Besandete Bitumenbahnen werden mit Kaltkleber auf Bitumen-Basis repariert. Falls vorhanden, muss der Voranstrich dann ebenfalls auf Bitumen-Basis erfolgen. In Kombination bieten beide Produkte eine zuverlässige Abdichtung des Dachs. Wurden undichte Stellen festgestellt, muss eine Bitumenschweißbahn angebracht werden.
Und so geht’s: Die einzelnen Bahnen auszurollen auf die gewünschte Länge zurechtzuschneiden. Anschließend werden die Bahnen wieder eingerollt und mit dem und mit einem Dachbrenner auf der Dachpappe verschweißt. Zu beachten ist dabei, dass die neuen Bitumenschweißbahnen die undichte Pappe vollständig überdecken müssen. Achten Sie zudem unbedingt auf den Brandschutz. Entfernen Sie Brennbares aus dem Arbeitsbereich und stellen Sie mindestens einen Feuerlöscher bereit.

Das Verlegen der Dachpappe ist mit einigem Aufwand verbunden. Je nachdem, um welche Art von Dachpappe und Schaden es sich handelt, müssen verschiedene Dinge beachtet werden. Ein Dach kann überall undicht werden. Kommt es aufgrund von Witterung zu Verschiebungen der Deckenelemente oder entstehen Risse, kommt es früher oder später auch zu Leckagen. Besonders gefährdet für undichte Stellen ist die Dachhaut. Hier ist es wichtig, regelmäßig zu kontrollieren und etwaige Schäden schnell zu beheben.

Ein Handwerker repariert eine undichte Stelle auf einem Flachdach

Öffnungen im Flachdach sind besonders anfällig für Leckagen. Bei der Abdichtung muss deshalb besonders sorgfältig gearbeitet werden. Schneiden Sie die einzelnen Dachbahnen hier besonders präzise zu.

Schäden am Dach: Wann der Fachmann ran muss

Dächer müssen einiges aushalten. Ein starkes Unwetter kann allerdings selbst das beste Dach in Mitleidenschaft ziehen. Sollten sich Rinnen oder Dachpfannen gelöst haben, muss meist ein Fachmann kontaktiert werden. Nach einem Sturm oder Hagelschauer ist außerdem die Versicherung zu informieren. Achtung: Das Betreten des Daches nach einem Unwetter ist zudem lebensgefährlich. Deshalb lieber einen Profi hinzuziehen und den Schaden von der Versicherung erstatten lassen. Die richtige Kontaktperson ist der örtliche Dachdecker. Ein Zimmermann ist für Schäden an der Dachkonstruktion zuständig. Besonders bei Flachdächern ist es langfristig häufig lohnenswerter, den Dachaufbau vollständig zu sanieren und zum Beispiel ein begrüntes Flachdach zu schaffen. 

Fazit: Das Dach ist ein wichtiger Bestandteil eines jeden Hauses. Dementsprechend wichtig ist es, das Dach gut zu pflegen und Schäden sofort zu heben. Arbeiten am Dach sollten grundsätzlich nur von erfahrenen Handwerkern ausgeführt werden.